Kinderrechte

Die Kinderrechte sind für die Roten Falken ein zentrales Thema. Das kommt daher, dass die Roten Falken eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen sind. Ausserdem halten wir es für wichtig, dass man sich für die eigenen Rechte und die Anderer einsteht.

Es ist naheliegend, dass das politische Engagement der Falken sich auf Themen bezieht, welche die Falkenkinder direkt oder indirekt betreffen und diese deshalb interessieren. Auf den Bereich Kinderrechte trifft beides zu: Einerseits unsere Rechte in der Schweiz, andererseits die Rechte der Kinder auf der ganzen Welt.

Beispiele für Themen, die wir aufgegriffen haben:

Kinderrechte allgemein

Wir haben Rechte, die wir auch Nutzen können. Dessen sollen sich die Kinder bewusst werden und sich zu selbstständig handelnden, solidarisch verhaltenden Persönlichkeiten entwickeln.

Kinder im Krieg

Wir wollen nicht, dass Kinder im Krieg aufwachsen müssen oder als Kindersoldaten missbraucht werden!

Kein Kind ist illegal!

Jedes Kind soll an einem sicheren Ort leben dürfen. Ausserdem sind die menschenunwürdigen Notunterkünfte für Asylbewerber/innen in der Schweiz insbesondere für Kinder eine extreme und untragbare Belastung.

Umweltverschmutzung

Unsere Generation wird mit massiven Umweltproblemen konfrontiert sein. Deshalb verlangen wir einen besseren Umweltschutz und verantwortungsvolleres Handeln der Erwachsenen!

Mehr Mitbestimmung

Wir Kinder und Jugendliche wollen im öffentlichen Raum(z.B. Spielplätze) und in der Schule mehr Mitbestimmung. Die jetzige Form von Klassenräten ermöglicht das nicht, da dort meist nur belangloses besprochen wird.

Für gewaltfreie Erziehung!

Laut Gesetz dürfen Eltern in der Schweiz ihren Kindern Ohrfeigen verpassen. Wir fordern ein konsequentes Verbot von Gewalt an Kindern!

Alle diese Themen haben einen direkten oder indirekten Bezug zur UNO – Kinderrechtskonvention.

Ob in Form eines Theaters, einer Vorbereitung auf eine Demo (Transparente malen, Statements aufnehmen usw.) oder eines Postenlaufs, die Form soll stets spielerisch bleiben. Bei all diesen Aktivitäten zum Thema Kinderrechte geht es darum, sich für eine Sache einzusetzen und zu erfahren, dass die eigene Stimme zählt.

Nach unserem Prinzip der Partizipation handelnd ist es klar, dass die Leiterinnen und Leiter bei inhaltlichen und politischen Aktivitäten nicht einfach die Entscheidungen treffen, sondern sich als Helfer/innen für die Durchführung der in der ganzen Gruppe gefällten Entscheidungen sehen. Das will nicht heissen, dass die Leiter/innen nur die Wünsche der Kinder ausführen sollen, sondern dass die Leiter/innen ihre Erfahrung in Bezug auf die Organisation und den Ablauf solcher Aktionen in die handelnde Gruppe einfliessen lassen.

Die Mitsprache der Kinder und Jugendlichen ist für uns Falken wichtig und wird auch immer weiter entwickelt. Wir halten in den Lagern täglich „Lagerräte“ ab, wo Jeder und Jede Vorschläge und die eigene Meinung äussern kann. Ausserdem wird der grösste Teil des Sammelns von Programmideen von der ganzen Gruppe getätigt. Wir versuchen das Machtgefälle zwischen der Leitungsgruppe und den Kindern und Jugendlichen möglichst klein zu halten und immer mehr abzubauen. Denn wer sich für eine antiautoritäre und gerechte Welt einsetzt sollte als erstes bei sich selbst anfangen.

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