2012: SoLa-Bericht aus Sonthofen DE inkl. Fotos

Voller Vorfreude auf unser Zusammentreffen mit den Falken auf Südbayern, trafen wir uns wie jedes Jahr beim Treffpunkt am Hauptbahnhof, dieses Jahr jedoch zu Beginn der zweitletzten Ferienwoche. Wir brachen erst dann auf, da wir unser Lager sonst nicht mit den Falken aus Deutschland hätten verbringen können. Wir machten uns auf die vierstündige Fahrt nach Bayern auf.

Das Zusammentreffen

Wir waren die ersten, die auf dem Zeltplatz ankamen. Es begann auch gleich zu regnen und wir bekamen am ersten Nachmittag nicht viel von den anderen zu sehen, da wir alle in unseren Zelten verweilten. Zum Abendessen gingen wir dann alle ins grosse Zelt, wo wir jedoch in den uns bekannten Gruppen blieben. Nach dem Abwasch (der sehr anders organisiert ist als bei uns, was für einige Verwirrung sorgte), trafen wir uns in einem kleinen Häuschen zum Meeting.  Da sassen wir also alle, aus allen möglichen Orten. Wir begannen mit einigen Kennenlernspielen (wie zum Beispiel sich dem Alter nach aufzureihen) und besprachen schliesslich, wie es nun so weitergehen würde. Danach gingen wir schlafen.Die nächsten paar Tage, war die Stimmung etwas angespannt, da wir uns alle noch gar nicht kannten. Doch ziemlich schnell war dies überwunden und alle spielten und plauderten fröhlich miteinander.

Die Unterschiede

In diesem Lager war einiges anders als es bei uns normalerweise ist. Zum Beispiel hatten die Helfer nach jedem Mittagessen eine ziemlich lange Sitzung. Ausserdem gab es sehr wenig Programm, meist waren dies sowieso nur Neigungsgruppen, das heisst es war freiwillig. Wir aus Zürich waren uns eher ein straffes Programm gewohnt, entdeckten aber schon bald Vor- und Nachteile dieser anderen Art. Ausserdem fanden wir uns alle jeden Abend im Meeting Raum ein, um allfällige Probleme, Wünsche und den nächsten Tag zu besprechen. Dies ist eigentlich sehr gut, da jeder Mitreden kann, dauerte aber meist sehr lange. Das alles waren Dinge, die wir von den Falken aus Südbayern übernommen hatten. Jedoch lernten sie auch einiges von uns. Zum Beispiel fand ein Pippi Langstrumpftag statt, den sie zuvor nicht gekannt hatten. Vor allem unter den älteren Teilnehmern unterhielten wir uns über Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Gruppen.

Jugendliche oder JunghelferInnen?

Etwas sehr gutes war auch die Grundlagenschulung. In Südbayern sind Jugendliche, anders als bei uns, Junghelfer. Das heisst sie nehmen an den Sitzungen teil und helfen aktiv mit. Bei uns geschieht dies eher freiwillig, wir Jugendliche helfen einfach mal mit, wenn es uns braucht. In Südbayern besuchen deshalb alle Junghelfer die Grundlagenschulung, an der wir während unserer Anwesenheit auch teilnahmen. Wir lernten, welche Rolle ein Helfer hat, was seine Aufgaben sind und welche Bedürfnisse Kinder und Jugendliche haben.

Das Lagerthema

Auch etwas, das bei uns nicht direkt so vorkommt, ist ein Lagerthema. Bei uns war das Rassismus. Über die Ganzen zwei Wochen verteilt, informierten wir uns über Rassismus und bildeten uns eine Meinung. Diese gaben wir am Ende des Lagers an einer Demo in Kempten kund.

 

Das Zusammentreffen war ein voller Erfolg und bei unserer Abreise dauerte es zwei Stunden bis wir uns alle verabschiedet hatten. Der Abschied war begleitet von selbstgedichteten Dankes-raps, Plakaten, Fotos, Adresslisten und Umarmungen. Ich denke die Zusammenarbeit hat uns sehr viel gebracht, da ich feststelle, dass wir nun einiges so machen, wie das in Südbayern gemacht wird. Ich hoffe in Südbayern ist dies genauso.

Fanny

-> hier geht’s zu den Fotos vom Sommerlager

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Ein Kommentar zu “2012: SoLa-Bericht aus Sonthofen DE inkl. Fotos
  1. En Jugendliche sagt:

    Merci für d’Fötelis!!!